Django und Sabata - Wie blutige Geier

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Django und Sabata - Wie blutige Geier

Beitragvon piedone » Mittwoch 16. Juni 2004, 11:24

Ich kann mich mit Ascotts Regie irgendwie nicht so richtig anfreunden. Mir hat schon "Sartana - Töten war sein täglich Brot", trotz Klaus Kinski und Frank Wolff nicht besonders gefallen, was schon was heißen soll. Ascott wirkt auf mich wie eine Art Visionär ohne Vision, der sich nicht mit Fließband-Kino und Trash begnügen will, sondern versucht eine Regie zu liefern die scheinbar Maßstäbe setzen soll und sich ach so toller, cooler Tricks bedient um auf sich aufmerksam zu machen. Auf mich wirkten Aktionen wie die Dreifach-Splittung des Bildschrims bei der Szene wo es Nello Pazzafini erwischte oder die wahnsinnig coole Szene wo Sartana dem 'Sabata' das Bündel durch einen Schuss durch die Beine sausen ließ, aber nur billig und zwanghaft-cool. Am Anfang, wo Sartana/ Django, das Dynamit löschte, war das noch lustig und selbstironisch, aber mit der Zeit wird es zu zentral, wesentlich und nervend. Auch die schlechten Kamerafahrten bei der Poker-Szene waren wirklich au weia :? , denn die hatten null Wrikung und kanem rüber als wenn sie nur zum Protzen nach dem Motto "Guck mal was ich tolles mit meiner Kamera kann" da wären.
Ich schaue mir lieber einen Miles Deem-Film an, als die Arbeit von Möchtegern-Supermännern. Deem gilt als Trash-Papst, wird seinem Ruf gerecht, man wird unterhalten, fertig, aber so was, was Ascott macht......
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Beitragvon Grinder » Donnerstag 17. Juni 2004, 10:30

Hier noch ein paar Italos bei denen Anthony Ascott alias Giuliano Carnimeo Regie führte:
-Kennst Du das Land, wo blaue Bohnen blühn?
-Dicke Luft in Sacramento
-Beichtet Freunde, Halleluja kommt
-Man nennt mich Halleluja
-Ein Halleluja für Camposanto
-Ein Halleluja für Spirito Santo
-Sartana - Noch warm und schon Sand drauf
-Sartana kommt
-Sartana - Töten war sein täglich Brot
-Django - Ein Sarg voll Blut
- Ringo... such Dir einen Platz zum Sterben
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Beitragvon Der müde Joe » Donnerstag 17. Juni 2004, 14:10

Für mich war "Django und Sabata" ganz in Ordnung. Sicher nicht schlechter oder innovativer wie die meisten Italowestern. Wer die Funschiene, die in diesem Film gefahren wird nicht mag, der wird freilich nicht sonderlich unterhalten.
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Beitragvon nerofranco » Freitag 18. Juni 2004, 21:04

Seine Western sind alle ausgezeichnet inszeniert, vor allem "Django-Ein Sarg voll Blut". Besser wie diesen Film kann man einen B-Western nicht inszenieren. Django und Sabata ist keine große klasse, aber er ist trotzdem sehr unterhaltsam.
Carnimeo soll ja auch ein paar gute Giallos gemacht haben, habe aber noch keinen gesehen.
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Beitragvon piedone » Montag 21. Juni 2004, 14:54

Ich finde, dass sich Ascott einfach zu ernst nimmt. Deem finde ich nicht so aufsässig. Es ist absoluter Trash, aber irgendwie macht es aufgrund dieser Tatsache schon wieder Spaß. Spreche natürlich nur von "Adios Companeros".
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Beitragvon nerofranco » Montag 21. Juni 2004, 15:40

Fidani (aka Deem) finde ich auch große Klasse. Seine Filme sind wirklich sehr unterhaltsam und die Darsteller die er immer um sich versammelt sind auch große Klasse.

Carnimeo ist meiner Meinung nach neben Castellari und Baldi der Beste B-Western Regisseur.
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Beitragvon piedone » Montag 21. Juni 2004, 18:30

Na ja, so hab ich das nicht gemeint. Große Klasse ist Deem, meines Erachtens, keineswegs. "Adios Companeros" hatte eine Story bei der es einem die Schuhe ausgezogen hat, aber das Ganze war halt so billig, dass es schon wieder lustig anzusehen war.
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Beitragvon nerofranco » Montag 21. Juni 2004, 19:09

Mit "große klasse" meinte ich auch nicht viel etwas anderes.
Bei "Sartana- Im Schatten des Todes" zum Beispiel wollte ich nach dem ersten Mal anschauen am liebsten wegschmeißen, aber bis jetz hab ich den mindestens schon 10 mal gesehen. Seine Filme sind mir viel lieber als die ganze Durchschnittsware.
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Beitragvon General Ramirez » Dienstag 22. Juni 2004, 00:08

piedone hat geschrieben:Ich finde, dass sich Ascott einfach zu ernst nimmt.


Komisch. Genau das sehe ich nicht so. Ich finde, Carnimeos Filme triefen geradezu vor Selbstironie, Augenzwinkern und "auf-die-Spitze-treiben". Ich könnte wetten, dass es bei Dreharbeiten zu seinen Filmen immer sehr gelöst zuging und die Macher schon beim Filmen über ihre Einfälle schmunzelten. Außerdem glaube ich nicht, dass er "mit seiner Regie Maßstäbe setzen" wollte. Vielmehr hatte er m.E. nur eine gute Zeit und hat sich nach Herzenslust ausgetobt.

Ich persönlich habe bei Ascott-Filmen jedenfalls immer jede Menge Spaß. Aber jedem das Seine.
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